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Überlappende Sliderpucks

Bei den Standardpucks ist die Winkelverstellung natürlich Pflicht. Wer aber seinen Winkel kennt, kann auch starre POM-Pucks nutzen. Die sind stabiler und haben eine deutlich direktere Kraftübertragung – besonders, wenn sie die Boardhälften leicht überlappen. Wie man sowas flugs selber bastelt? Ganz einfach:

 Lochstich_2_Teiler

 

Ausgangsmaterial sind die befrästen Custom POM-Slider aus dem Wildschnee-Shop.  

 Custom_Slider

 

Als erste Aktion kleben wir das Topsheet mit Kreppband ab und zeichnen die 0 Grad Linie an.

 

Lochstich_messen

  

Dann kommt das Geodreieck nach dem Quali doch noch mal zum Einsatz: An der 0 Grad Linie anlegen und den gewünschten Winkel aufzeichnen.

 

 Winkel_auslegen

 

Das gleiche machen wir mit dem Custom Puck: Krepp drauf, Mitte längs und quer anzeichnen und den Winkel festlegen.

 Slider_angerissen

  

Puck auflegen und checken, ob das mit der Bindung hinhaut. Zehen- oder Fersenüberstand brauchen wir schließlich keinen. Wenn du die richtige Position gefunden hast -> anzeichnen.

 spitze_Imbus

 

Winkel passt, jetzt brauchen wir noch die genaue Position für die Insert-Bohrungen. Dafür verwende ich vier Madenschrauben in M6, die nehmen uns ein bisschen Arbeit ab:

 Slider_Auflage

 

Einfach möglichst weit in die Inserts drehen und alle gleich tief versenken. Schiffschaukeln sind eine tolle Sache – allerdings nur aufm Volksfest. Puck im richtigen Winkel draufsetzen und dann andrücken.

 

Produkthinweis: Madenschrauben findest du bei mir im Shop, als Lowbudget Version funktionieren auch M6 Gewindestangen bzw. Schrauben, die am Schleifbock angespitzt werden.

 

 Sliderbohrung_64

 

 

Gebohrt wird folgerichtig von unten - ich nehm‘ dafür einen 6mm Holzbohrer - der hat eine Zentrierspitze. Später bohre ich die Löcher noch auf 6,3 mm auf.

 Zapfensenker_Slider

 

Als nächstes den Puck drehen und von der Schokoladenseite mit dem Zapfensenker bearbeiten, damit die Schrauben nachher nicht im Weg sind.

 slider_wildschnee52d66f1313667

 

Wer einfach nur seine Splitboardbindung aufm Einteiler verwenden will, hat an dieser Stelle bereits Feierabend. Für Splitboard-Tuner geht’s jetzt dagegen ans Eingemachte.

 

Slider_ueberschneidung

 

Puck aufschrauben und Schnitt anzeichnen ist angesagt. Dabei aufpassen: Die Überlappung muss unbedingt mit der Schieberichtung der Verbinder übereinstimmen. Wenn das nicht passt, geht gar nichts! Also lieber in Ruhe ausmessen, Konzentrationshalbe zur Brust nehmen und dann erst die Laubsäge ansetzen. Ist schließlich irreversibel so ein Schnitt.

 ueberlappung

 

So ungefähr sollte das Ergebnis aussehen.

 bearbeiten_uebergang

  

Dann spanne ich die beiden Puckhälften in den Schraubstock und schleife sie gleichzeitig  mit einem Bohrmaschineneinsatz auf Kontur. Wer will kann noch alles verrunden, Stichwort - die Oberfräse. 

 finish_1

Dadurch entsteht ein kleiner Spalt zwischen den Pucks, das ist aber nicht weiter tragisch. Einen Nullspalt könnte man zwar auch realisieren, aber das braucht spezielles Werkzeug und bringt keinen entscheidenden Vorteil. Im Gegenteil: bei Schnee und Eis wird der Umbau damit eher fummeliger.

 finish_2

 

So weit so gut, jetzt betreiben wir noch ein wenig Gewichtstuning. Wobei die Betonung auf „wenig“ liegt. Nach leicht kommt zu leicht und darauf folgen ohne Pause instabil und kaputt.

 light

 

Je nach Kaffe- und Brotzeitpausen brauche ich bis hierhin 1-2 Stunden. Aber das lohnt sich. Die fertigen Pucks werden jetzt nur noch aufs Board geschraubt, mit Loctite gesichert und ab geht’s!

Überlappende Custom Pucks. Wer hats erfunden - Jogi aus der Erstenspur.de 

Markus

 

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